Mika Engineering

Leistungen · Stufe 02

Funktionsteile, die eingebaut werden.

Vorrichtungen, Gehäuse, Halterungen, Ersatzteile. Konstruiert für ein konkretes Fertigungsverfahren, nicht für ein schönes Rendering — mit Toleranzen, Materialbegründung und allen Dateien zur Weiterverwendung.

Ein- und Ausgang

Termin nach Umfang, vorher genannt

Was ich von Ihnen brauche

  • Den Einbauraum: Maße, Fotos, oder das Gegenstück zum Abmessen
  • Die Funktion in einem Satz — was soll das Teil aushalten, halten, führen
  • Lasten und Richtung, wenn bekannt. Grobe Angaben genügen.
  • Umgebung: Temperatur, UV, Öl, Reinigungsmittel, Lebensmittelkontakt
  • Stückzahl und ob es später einmal gespritzt werden soll

Was Sie zurückbekommen

  • STEP — parametrierbar weiterverwendbar in jedem CAD
  • STL oder 3MF — direkt druckbar, in Drucklage orientiert
  • Fertigungszeichnung als PDF — bemaßt, mit Toleranzangaben
  • Eine kurze Begründung: warum dieses Material, warum diese Wandstärke
  • Die gedruckten Teile, wenn Sie sie mitbestellen
Platzhalterbild — hier kommt ein Foto eines eingebauten Funktionsteils
Platzhalter: eingebautes Funktionsteil.

Womit Sie rechnen können

FDM, eigene Maschine

FDM ist kein Fräsen. Diese Werte sind das, was reproduzierbar herauskommt — nicht das Beste, was einmal gelungen ist. Wo es enger werden muss, wird nachgearbeitet oder ein Einlegeteil vorgesehen; beides sage ich vorher (siehe Nacharbeit).

MerkmalÜblichAnmerkung
Maßtoleranz ± 0,3 mm Über die Baugröße, nicht pro Maß. Bei kleinen Teilen enger.
Schichthöhe 0,12 – 0,28 mm Feiner heißt länger. Die Wahl steht in der Begründung.
Kleinste Wandstärke 1,2 mm Tragend deutlich mehr, abhängig von Last und Richtung.
Bauraum 256 × 256 × 256 mm Größere Teile werden geteilt und gefügt — konstruktiv vorgesehen.
Gewinde Gewindeeinsätze ab M3 Eingeschmolzene Messingeinsätze statt gedruckter Gewinde.
Passungen Spiel ab 0,2 mm Presspassungen im Druck sind unzuverlässig und werden vermieden.

Materialauswahl

Nach Einsatz, nicht nach Vorliebe
MaterialWofürGrenze
PLA Konzepte, Passproben, Teile ohne Wärme und ohne Dauerlast Wird ab etwa 55 °C weich. Nicht ins Auto, nicht in die Sonne.
PETG Der Standard für Funktionsteile: zäh, wasserbeständig, gutmütig Neigt zum Kriechen unter Dauerlast.
ASA Alles, was draußen bleibt — UV- und witterungsbeständig Verzugsanfällig, deshalb größere Teile nur bedingt.
PA-CF Steife, belastbare Teile: Vorrichtungen, Halterungen unter Last Nimmt Feuchtigkeit auf, muss trocken gelagert werden.
TPU Dichtungen, Dämpfer, alles Weiche Keine maßhaltigen Passungen.

Streich, was du nicht führst. Eine kurze, ehrliche Liste ist mehr wert als eine lange, die beim ersten Auftrag nicht hält.

Fertigungsgerecht heißt konkret

DFM
Kraftrichtung gegen Schichtrichtung
Gedruckte Teile brechen entlang der Schichten — die Bauteillage wird konstruktiv festgelegt, nicht dem Drucker überlassen.
Stützmaterial vermeiden statt entfernen
Überhänge werden über Fasen und geteilte Bauteile gelöst. Bessere Oberflächen an den Funktionsflächen, weniger Nacharbeit.
Verschleiß trennen
Was sich bewegt oder verschleißt, wird zum Wechselteil — nicht die ganze Baugruppe.
Norm- statt Druckteile
Lager, Gewinde, Federn und Bolzen werden zugekauft. Gedruckt wird nur, was es nicht zu kaufen gibt.
Mit Blick auf später
Soll das Teil eines Tages gespritzt werden, stimmen Entformschrägen und Wandstärken schon jetzt.

Nacharbeit und Erprobung

Mit klarer Grenze
Nachfeilen am einzelnen Prototyp — ja
Wenn ein Prototyp beim Einbau um ein paar Zehntel klemmt, richte ich das direkt am Teil, statt Sie auf die nächste Schleife warten zu lassen. Beim Einzelstück ist das der schnellste Weg, und Sie haben das Teil noch am selben Tag in der Hand.
Dieselbe Nacharbeit über mehrere Teile — nein
Sobald ein Maß am zweiten Teil wieder von Hand gerichtet werden müsste, ist es kein Ausrutscher mehr, sondern ein Konstruktions- oder Parameterfehler. Dann wird die Ursache behoben und neu gedruckt. Sonst bekommen Sie eine Kleinserie, in der jedes Teil ein Einzelstück ist — und beim Nachbestellen passt nichts mehr zusammen.
Erprobung im Haus — je nachdem, wozu sie gehört
Im Regelfall testen Sie Ihr Teil selbst: Sie kennen Einbauort, Belastung und Alltag besser als ich, und Ihr Test ist damit näher an der Wirklichkeit. Wo ich trotzdem erprobe, hängt die Abrechnung davon ab, warum getestet wird:
… als Teil der Entwicklung
Passform, Dichtigkeit, Isolationswirkung — alles, was sich bei einem neuen Teil nur durch Ausprobieren klären lässt. Das ist die Entwicklung und steckt in den Entwicklungskosten, nicht daneben.
… als eigener Posten
Wenn die Erprobung Ihren eigenen Test ersetzt oder vorab beweisen soll, dass etwas überhaupt funktioniert. Dann steht sie getrennt auf der Rechnung und wird vorher vereinbart — nie im Nachhinein.

Zwei Fälle aus der Praxis

Stanze für Aluminiumblech — eigener Posten. Meine Einschätzung vorab: wird so wahrscheinlich nicht funktionieren. Versucht haben wir es trotzdem, ich habe sie im Haus erprobt, sie hat funktioniert. Wichtig ist nicht der Ausgang, sondern die Reihenfolge: erst die Prognose, dann der Versuch. Die Einschätzung war kostenlos, die Erprobung nicht.

Kühler für Getränkedosen — in den Entwicklungskosten. Passform und Isolationswirkung ließen sich nicht ausrechnen, nur ausprobieren. Der Test war die Entwicklung und stand deshalb nicht extra auf der Rechnung.

Beide sind Kundenprojekte — wenn du eines nicht öffentlich erzählen willst, Absatz streichen.

Beschreiben Sie Ihr Bauteil

Neun Felder, zwei Minuten. Je konkreter Ihre Beschreibung, desto konkreter meine Antwort — und desto eher steht im ersten Rückschreiben schon eine Zahl statt einer Rückfrage.

Zum Formular

Lieber direkt mika@mika-engineering.de Für alles, was sich in zwei Sätzen und einem Foto sagen lässt. Anhänge willkommen.
WhatsApp ab dem ersten Austausch Der schnelle Weg für Zwischenstände: kurz ein Foto mit zwei Sätzen. Geben Sie im Formular Ihre Nummer an, dann melde ich mich dort.